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Boutique-Hotel Das Rübezahl - Auszeit mit Blick auf die Königsschlösser.

  • Autorenbild: lux
    lux
  • 10. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 18. Jan.


In Schwangau, wo die Königsschlösser Postkartenmotive liefern und die Alpen direkt vor der Haustür stehen, liegt „Das Rübezahl“. Vier Sterne superior, ein Hotel mit ganz eigener Handschrift. Entspannter Luxus als Auszeit-Ort für Paare, beste Freundinnen und Genießer. Im opulent eingerichteten SPA „Therme Romana“ finden sich ein beheizter Außenpool mit Schlossblick, eine Panorama-Bio-Sauna, Sole-Grotte, Tepidarium und Ruheräume mit Wasserbetten und Infrarotliegen. Stilistisch eine Art altrömischer Wassertempel mit bavaristischem Einschlag – in der Salzgrotte überrscht ein gefliester Königsthron mit Rautenmuster und Wappen. Geheimtipp: Die Dusche mit Minze-Aroma. So eine würden wir uns für zuhause zum täglichen Start in den Arbeitstag wünschen – herrliche Vorstellung. In der Beauty-Alm kommen alpine Zutaten zum Einsatz – Kräuter, Bergblumen, Öle – im Sommer wird im Garten ein Massagezelt aufgebaut. Es gibt Meditationen, geführte Wanderungen, Oldtimer-Ausfahrten und natürlich organisierte Besuche zu Ludwigs beiden Königsschlössern gegenüber. Die Vorliebe für Vergoldung entstand ja bekanntlich weit vor der Ära Trump.



Warmes Wasser in den Sechzigern


Die Wurzeln der Gastgeberfamilie reichen bis ins Riesengebirge in Schlesien. 1959 eröffnen Hildegard und Herbert Thurm im malerischen Allgäu eine kleine Gastwirtschaft mit Pension - und benennen sie nach einer Sagengestalt aus ihrer Heimat: Rübezahl. Während die meisten Herbergen damals noch von Komfort träumen, setzt man voll auf Fortschritt: warmes Wasser in den Zimmern, Duschen, moderne Toiletten, Fernseher – in den frühen Sechzigern fast schon Science-Fiction. Auch heute präsentiert sich das Rübezahl als modernes Hotel mit allem Komfort. Es gibt eine Residenz mit Prinzen-Suiten, eine Orangerie, jedes Zimmer ist ein Unikat: mal Almstil mit edlem Äthanol-Kamin, mal elegante Retro-Samtstoffe mit Room-Whirlpool, mal Rundbett und eigene Infrarot-Sauna auf dem Balkon.



Zu unserem Lieblingsplatz entwickelte sich die kuschelige Kissen-Sitz-Liegeecke direkt am Panoramafenster. Von dort aus kann man komplett und unverbaut in die landschaftliche Weite bis zum gegenüberliegenden Berg mit den Schlössern blicken. Das hat etwas Surreales. Die Bundesstraße teilt die Landschaft in zwei Hälften, in ein Davor und ein Dahinter. Sie ist so weit entfernt, dass die fahrenden Miniatur-Autos beruhigend wirken wie der Blick auf eine sich immerfort bewegende Modelleisenbahn. Je nach Wetterlage, Tageszeit und Beleuchtung, wechseln Neuschwanstein und Hohenschwangau Farben und Erscheinungsbild. Pittoresk ist das passende Adjektiv.



Göttliche Himbeermarmelade


Auch kulinarisch zeigt sich das Haus vielseitig. Drei Restaurants sorgen für Abwechslung, im Louis II. gibt es täglich wechselnde Gourmet-Menüs mit regionaler Handschrift und internationalem Blick. Begeistert hat uns das Frühstück mit frischen Omelettes, Eiern vom Bauernhof, Bergkäse und einer derart göttlichen, selbstgemachten Himbeermarmelade, dass wir den Küchenchef baten, ein paar Gläschen käuflich erwerben und mit nachhause nehmen zu dürfen. Ihm war's eine Ehre und uns ein Hochgenuss.




Wer es urig mag, unternimmt eine kurze Wanderung zur hoteleigenen Rohrkopfhütte für ein Sonntagsfrühstück mit Gipfelblick oder Yoga auf der Terrasse, wir sind da eher interessiert an späteren Käsespätzle, original Schweizer Käsefondue oder BBQ- und Winzerabenden. Spannend sind auch die Kochkurse mit dem „Berg-Baschdi“ - und ganz neu: die ebenfalls zugehörige Edelsberghütte in Pfronten auf 1.180 Metern Höhe. Hier genießt man die Allgäuer Küche - vom Weißwurst-Frühschoppen bis zu Schmankerln nach Großmutters Rezepten, selbstgemachten Kuchen und deftigen Brotzeiten. Außerdem bieten, abseits vom Stammhaus im Tal, drei Chalets ein alpines Ambiente mit modernem Komfort für erholsame Tage in den Bergen. Ein echter Gag: das Zirben Tinyhouse „AllgäuTraum“, eine kleine Berghütte - und zwar auf Rädern! Voll verrückt...



Taylor Swift im Rübezahl


Das Gesamtpaket zog auch schon so manchen VIP ins Hotel Rübezahl. Tatsächlich stieg hier doch glatt schon mal die US-Sängerin Taylor Swift mit ihrer Entourage ab – der Frisur nach zu schließen allerdings noch vor ihren finalen Durchbruch zum Nr-1-Megastar.



Taylor ist mit ihrer Autogrammkarte ebenso im Poesie-Bilderrahmen im Flur zu finden wie Kai Pflaume und Günter Netzer. Jüngst stieg auch der Münchner Social-Media-Comedian Alessandro Capasso, alias "Sandro Cap", im Rübezahl ab und schwärmte vom Aufenthalt. Von der goldumrandeten Autogrammkartenwand zum Influencer-Post – so verändert sich das Marketing im Laufe der Zeit. Unser Fazit: auch ohne Prominenz ist das Rübezahl unbedingt einen Besuch wert. ⚜️


Das Rübezahl

Am Ehberg 31

87645 Schwangau

Allgäu/Bayern - Deutschland




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